2008
Das Bewerbungsfoto als Türöffner
Bitte recht freundlich!
Oder: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Bei einer Bewerbung zählen nicht nur Ihre bisherigen Erfahrungen, sondern die ganze Art, wie Sie sich präsentieren. „Das Auge liest mit“ sozusagen. Achten Sie daher darauf, Ihre Bewerbungsunterlagen nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch auf den neuesten Stand bringen.

Heute wollen wir uns mal um das Bewerbungsfoto kümmern. Ein sympathisches Bewerbungsfoto ist ein gutes Mittel, um aus dem Bewerbungsstapel positiv hervorzustechen.
In den USA läuft eine Bewerbung ohne Foto ab, damit dort niemand aufgrund seines Aussehens diskriminiert wird. Bei uns gehört ein Foto einfach zu einer Bewerbung dazu und sollte keineswegs stiefmütterlich behandelt werden. Das Bewerbungsfoto ist eine tolle Möglichkeit, um etwas von der eigenen Persönlichkeit rüberzubringen.
Weil nichts peinlicher ist, als ein Bewerbungsfoto von vor 5 Jahren, gilt es ein Aktuelles machen zu lassen. Nein, nicht die Mutti fragen, ob sie mal eben schnell… Hier lohnt es sich Geld in die Hand zu nehmen und einen Termin bei einem professionellen Fotografen zu vereinbaren. Dafür sollten Sie mit 50,- bis 150,- Euro rechnen (Retouche inklusive). Bevor Sie sich jedoch auf den Weg machen, sollten Sie sich schon einmal nachdenken über:
1. Das Format
Hier gibt es die Möglichkeit zwischen Hochformat und Querformat. Hochformat ist die klassische Form und generell immer geeignet. Das Querformat ist eine Spur moderner, kreativer, sticht mehr ins Auge, weil es einfach ungewohnter ist. Für kreative Berufe sehr zu empfehlen.
2. Der Ausschnitt
Welchen Bildausschnitt soll man wählen? Klassisch ist natürlich, wenn der ganze Kopf bis zum Brustbein zu sehen ist.
Moderner wirkt es, wenn man den Kopf anschneidet. Aber nicht übertreiben, das Gesicht sollte schon noch vollständig zu sehen sein ![]()
Wenn es leger sein darf (je noch Branche) auch gerne mal ausprobieren, den Kopf aufzustützen.
3. Die Farbe
Farbige Fotos sind heute an der Tagesordnung. Sie wirken lebendiger und aktiver als schwarz-weiß Portraits. Wohingegen man mit schwarz-weiß aus der Masse herausstechen kann, weil es eine dezente Eleganz verbreitet. Machen Sie diese Entscheidung davon abhängig, wie Sie rüberkommen wollen, was Ihnen besser gefällt und Ihnen am besten entspricht.
4. Das Aussehen
Hier gilt es den goldenen Mittelweg zu finden. Auf der einen Seite sollte das Bewerbungsfoto dem natürlichen Aussehen entsprechen, inklusive Frisur und Kleidung. Auf der anderen Seite will man sich natürlich von seiner besten Seite zeigen und sollte daher besonderen Wert auf das Aussehen legen, inklusive Frisur und Kleidung. Sie wissen schon: „You never get a second chance to make a first impression“.
Also: Vorher zum Frisör gehen. Und T-Shirts gehen gar nicht, das sollte schon Bluse oder Hemd sein (bitte auf wilde Muster verzichten, einfarbig kommt am besten), je nach gewünschter Seriosität mit Blazer/ Krawatte.
Und das Lächeln nicht vergessen, denn wir wollen ja niemanden verschrecken oder durch unsere Coolness beeindrucken. Ein Lächeln wirkt aufgeschlossen und kontaktfreudig. Also: Bitte recht freundlich!
Zur Info: Brille, Bart oder zuviel Schminke kann auf Personaler unbewusst so wirken, als hätten Sie etwas zu verbergen.
5. Das Papier
Bei einer Bewerbung über den Postweg stellt sich die Frage, ob man das Foto direkt auf die Bewerbung mit draufdruckt – bei guten Druckern (und hochwertigem Papier) ja kein Problem – oder ob man es auf Fotopapier druckt und separat anheftet. Die letzte Methode hat den Nachteil, dass es etwas mehr Arbeit ist, aber den Vorteil, dass man sich so auch haptisch hervorheben kann. Das kann sowohl klassisch, als auch kreativ wirken.
Bei Online-Bewerbungen stellt sich die Frage ja ohnehin nicht. Da sei jedoch drauf zu achten, dass die Bilddatei nicht zu groß ist, d.h. 150dpi nicht überschreitet und maximal das Format eines normalen Fotos hat.
6. Authentizität
Unter diesem Begriff kommen alle Punkte zusammen. Das optimale Bewerbungsfoto sollt einen Teil von Ihnen und Ihrer Persönlichkeit repräsentieren. Wählen Sie daher ein Foto aus, auf dem Sie sich wiedererkennen, mit dem Sie sich wohl fühlen und mit dem Sie gerne „raus in die Welt“ gehen! Auf in neuen Berufswelten!
Alles verstanden? Noch Fragen? Meinungen? Wie sind Ihre Erfahrungen? Fotografen-Foto oder tut es der Schnappschuss aus dem letzten Urlaub auch?
