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Dienstag, 7. Oktober 2008, 10:27 Uhr

Das Bewerbungsfoto als Türöffner

Kategorien: Rund um die Bewerbung

Bitte recht freundlich!
Oder: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Bei einer Bewerbung zählen nicht nur Ihre bisherigen Erfahrungen, sondern die ganze Art, wie Sie sich präsentieren. „Das Auge liest mit“ sozusagen. Achten Sie daher darauf, Ihre Bewerbungsunterlagen nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch auf den neuesten Stand bringen.

Heute wollen wir uns mal um das Bewerbungsfoto kümmern. Ein sympathisches Bewerbungsfoto ist ein gutes Mittel, um aus dem Bewerbungsstapel positiv hervorzustechen.

In den USA läuft eine Bewerbung ohne Foto ab, damit dort niemand aufgrund seines Aussehens diskriminiert wird. Bei uns gehört ein Foto einfach zu einer Bewerbung dazu und sollte keineswegs stiefmütterlich behandelt werden. Das Bewerbungsfoto ist eine tolle Möglichkeit, um etwas von der eigenen Persönlichkeit rüberzubringen.

Weil nichts peinlicher ist, als ein Bewerbungsfoto von vor 5 Jahren, gilt es ein Aktuelles machen zu lassen. Nein, nicht die Mutti fragen, ob sie mal eben schnell… Hier lohnt es sich Geld in die Hand zu nehmen und einen Termin bei einem professionellen Fotografen zu vereinbaren. Dafür sollten Sie mit 50,- bis 150,- Euro rechnen (Retouche inklusive). Bevor Sie sich jedoch auf den Weg machen, sollten Sie sich schon einmal nachdenken über:

1. Das Format
Hier gibt es die Möglichkeit zwischen Hochformat und Querformat. Hochformat ist die klassische Form und generell immer geeignet. Das Querformat ist eine Spur moderner, kreativer, sticht mehr ins Auge, weil es einfach ungewohnter ist. Für kreative Berufe sehr zu empfehlen.

2. Der Ausschnitt
Welchen Bildausschnitt soll man wählen? Klassisch ist natürlich, wenn der ganze Kopf bis zum Brustbein zu sehen ist.
Moderner wirkt es, wenn man den Kopf anschneidet. Aber nicht übertreiben, das Gesicht sollte schon noch vollständig zu sehen sein ;)
Wenn es leger sein darf (je noch Branche) auch gerne mal ausprobieren, den Kopf aufzustützen.

3. Die Farbe
Farbige Fotos sind heute an der Tagesordnung. Sie wirken lebendiger und aktiver als schwarz-weiß Portraits. Wohingegen man mit schwarz-weiß aus der Masse herausstechen kann, weil es eine dezente Eleganz verbreitet. Machen Sie diese Entscheidung davon abhängig, wie Sie rüberkommen wollen, was Ihnen besser gefällt und Ihnen am besten entspricht.

4. Das Aussehen
Hier gilt es den goldenen Mittelweg zu finden. Auf der einen Seite sollte das Bewerbungsfoto dem natürlichen Aussehen entsprechen, inklusive Frisur und Kleidung. Auf der anderen Seite will man sich natürlich von seiner besten Seite zeigen und sollte daher besonderen Wert auf das Aussehen legen, inklusive Frisur und Kleidung. Sie wissen schon: „You never get a second chance to make a first impression“.
Also: Vorher zum Frisör gehen. Und T-Shirts gehen gar nicht, das sollte schon Bluse oder Hemd sein (bitte auf wilde Muster verzichten, einfarbig kommt am besten), je nach gewünschter Seriosität mit Blazer/ Krawatte.
Und das Lächeln nicht vergessen, denn wir wollen ja niemanden verschrecken oder durch unsere Coolness beeindrucken. Ein Lächeln wirkt aufgeschlossen und kontaktfreudig. Also: Bitte recht freundlich!
Zur Info: Brille, Bart oder zuviel Schminke kann auf Personaler unbewusst so wirken, als hätten Sie etwas zu verbergen.

5. Das Papier
Bei einer Bewerbung über den Postweg stellt sich die Frage, ob man das Foto direkt auf die Bewerbung mit draufdruckt – bei guten Druckern (und hochwertigem Papier) ja kein Problem – oder ob man es auf Fotopapier druckt und separat anheftet. Die letzte Methode hat den Nachteil, dass es etwas mehr Arbeit ist, aber den Vorteil, dass man sich so auch haptisch hervorheben kann. Das kann sowohl klassisch, als auch kreativ wirken.
Bei Online-Bewerbungen stellt sich die Frage ja ohnehin nicht. Da sei jedoch drauf zu achten, dass die Bilddatei nicht zu groß ist, d.h. 150dpi nicht überschreitet und maximal das Format eines normalen Fotos hat.

6. Authentizität
Unter diesem Begriff kommen alle Punkte zusammen. Das optimale Bewerbungsfoto sollt einen Teil von Ihnen und Ihrer Persönlichkeit repräsentieren. Wählen Sie daher ein Foto aus, auf dem Sie sich wiedererkennen, mit dem Sie sich wohl fühlen und mit dem Sie gerne „raus in die Welt“ gehen! Auf in neuen Berufswelten!

Alles verstanden? Noch Fragen? Meinungen? Wie sind Ihre Erfahrungen? Fotografen-Foto oder tut es der Schnappschuss aus dem letzten Urlaub auch?


 
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Leser-Kommentare (3)


» Kommentar schreiben

  1. Thorsten Jochim Freitag, 10. Oktober 2008

    Am Ende von Punkt 5 geht es um die Bildgröße bei einer Online-Bewerbung. Was genau sind 150dpi und wo läßt sich das einstellen?
    dpi bedeutet “Dots per inch”, sprich Bildpunkte pro Inch und meint die Auflösung eines Bildes. Oder anders gesagt: Pixel pro Fläche (obgleich Inch eine Längen- und keine Flächeneinheit ist, wird es mit “Fläche” klarer). D.h. ohne die Angabe der Zielgröße (Fläche) bringt die Angabe von dpi nichts. Gehe ich in einen Laden und verlange 3 Liter, fehlt auch noch die Angabe von was genau ich 3 Liter haben möchte.
    Genauso ist es bei den Dots per Inch. Im JobScout Artikel steht daher noch: “Format eines normalen Fotos”. Es ist also gemeint, ca. 10x15cm bei 150dpi Auflösung. Dies entspricht 5×7,5cm bei 300 dpi usw. Besser finde ich die Angabe der Kantenlänge einer elektronischen Bilddatei in Pixel, diese Größe ist nämlich “absolut”. Bsp. 533×800 Pixel oder 2000×3000 Pixel (=6MioPixel). Eine zusätzliche Angabe der Auflösung ist nicht notwendig.
    Die angebene Größe 10x15cm/150dpi entspricht exakt 591x886Pixeln und ist optimal, um auch etwas auf dem Bewerbungsfoto zu erkennen. 640Pixel als längste Kante statt 886Px würde auch schon genügen.
    Einstellen läßt sich das in z.B. der Fotosoftware die den meisten Digitalkameras beiliegt. Adobe Photoshop als DAS Profitool im Bereich der Fotografie brauch es für das Verändern der Bildgröße jedoch nicht.
    Was noch zu beachten wäre, daß die JPG Komprimierung gering gehalten wird, da das Bild sonst unangenehm pixlig werden kann. Bei unter 1.000Px Kantenlänge hält sich die Dateigröße ohnehin so sehr im Rahmen, daß kein Empfänger der Bewerbung dies negativ werten würde.
    Ich hoffe mein Kommentar ist nicht zu akademisch ;-)
    Viel Erfolg bei der Bewerbung!

  2. Christoph Freitag, 10. Oktober 2008

    Danke für die super Ergänzung zu dem Artikel, Thorsten.

    Besonders wertvoll ist auch der Hinweis, dass die Bildgröße mit nahezu jeder (auch kostenfreien) Bildbearbeitungssoftware ganz einfach angepasst werden kann.

  1. Bewerbungsfotos Richtig Gemacht | JobScout24 Blog - Mittwoch, 10. Februar 2010

 

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