Bewertungsportale gibts ja eigentlich wie Sand am Meer – jetzt haben sich auch einige Job-Bewertungsportale herauskristallisiert. Hier können die Angestellten ihre Arbeitgeber kostenlos und anonym bewerten.
Prinzipiell gibts immer zwei Möglichkeiten – eine Kurz- oder eine ausführliche Bewertung. Bis auf die Kurzbewertung bei Jobvoting.de sind alle Bewertungsmöglichkeit registrierungspflichtig, was dafür sorgen soll, dass Bewertungen nicht einfach manipuliert werden. Meiner Erfahrung nach kann man aber auch mit Alibi Adressen Bewertungen verfälschen
Die Betreiber versuchen das natürlich zu unterbinden.
Neben Jobvoting.de gibt es noch Arbeitgebertest.de, Kununu.com und Jobvote.de, wobei Kununu.com (Suaheli für unbeschriebenes Blatt) sich mit 8580 Bewertungen als größter auf dem Markt sieht.
Wenn die Stichprobe an Unternehmensbewertungen dann irgendwann groß genug sein sollte (was noch nicht der Fall ist), finde ich das eigentlich sehr hilfreich für die Bewerber, da Transparenz über die Unternehmen geschaffen wird.
Schade finde ich eigentlich nur, dass Kununu.com die registrierten Adressen für Unternehmenswerbung nutzen will
Hoffe, dass das nicht das eigentliche Geschäftsmodell der Jobbewerter ist, sondern einen Mehrwert für den Bewerber oder Arbeitgeber zu schaffen.


(6 Bewertungen, Durchschnitt: 4.00 aus 5)
Leser-Kommentare (12)
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Marcus Dienstag, 21. Oktober 2008
Kununu ist doch total für´n Arsch
Die haben derzeit 11.300 Bewertungen von 5.900 Firmen in der Datenbank (deutsche Firmen) – das sind im Durchschnitt nicht mal 2 (!!) Bewertungen pro Arbeitgeber. Die meisten Bewertungen sind sowieso durch die HR-Abteilung selbst initiiert (positiv), oder von frustrierten Mitarbeitern (negativ) – so das nicht wirklich ein brauchbares Ergebnis dabei rauskommt. Generell ist es ja sowieso so, dass sich eher die mit negativen Erfahrungen zu Wort melden!
Und der größte Punkt für mich persönlich -> Ich kenne die bewertende Person garnicht – vielleicht ist der Typ ne totale Pflaume, und deswegen hat die Firma ihm net gepasst, für mich widerum wär die Firma aber genau das richtige! Als Add-on in nem Social Network macht sowas Sinn, da ich eine evtl. den Bewerter kenne (bzw. Leute kenne, die widerum den Bewerter kennen etc) – aber ohne das ist es einfach nur ein weiterer web2.0 Scheiß, dessen Grab auch schon geschaufelt ist
Sepita Mittwoch, 22. Oktober 2008
Hi Marcus,
da stimme ich Dir vollkommen zu – in einem Social Network kenn ich ja den Bewertenden, bzw. könnte mir ja noch persönlich seine Meinung einholen…und da das ganze bei den Bewertungsportalen anonym ist, könnte das durch einen “frustrierten” zu einer komplett verfälschten Meinung über das Unternehmen kommen…
hmmmm…sehe gerade, dass du schon am 27.02.08 dadrüber gebloggt hattest und damals lag die Anzahl Bewertungen pro Arbeitgeber bei 1,3…ist ja jetzt auch nicht sooo der große Anstieg. Vielleicht hast du ja doch Recht mit der Schaufel
Achim Mittwoch, 4. Februar 2009
Nein dem stimme ich so nicht zu. Eine Bewertung besser als keine. Wenn jemand frustriert ist über seinen Arbeitgeber, dann ist es kein Fehler das zu veröffentlichen. Als normal würde ich es bezeichnen wenn jemand zufrieden ist mit seiner Arbeit, und derjenige verspürt auch keinen Drang, zu bewerten.
Wenn natürlich die Firmen selber die Ergebnisse verfälschen (und das machen sie ohne mit der Wimper zu zucken), dann ist natürlich der Zweck verfehlt. Hier müsste dann ein Stück weit “deanonymisiert” werden.
Susi Ledermueller Dienstag, 24. Februar 2009
Ich finde die Arbeitgeberbewertung schon wichtig. Ich habe meinen nur genommen weil ich dringend einen Job brauchte. Jetzt habe ich etwas anderes und jetzt kann ich wenigstens andere warnen was dort getrieben wird. Ich denke Sprüche wie “Schau das sind die Bewerbungen für Deinen Job. Wenn Dir etwas nicht passt geh doch” muss ich mir echt nicht anhören und möchte ich anderen auch ersparen, da sich die Firma nach aussen mitarbeiterfreundlich und seriös darstellt, aber in Wirklichkeit werden dort sogar täglich Straftaten und illegale Geschäfte begangen.
Kathrin L. Freitag, 20. März 2009
Hallo Zusammen,
ich habe mich jetzt ein wenig mit kununu auseinander gesetzt und muss mein zuerst gefälltest Urteil (das ähnlich klang wie das von Marcus) revidieren. Ich habe zum einen eine Auswertung recherchiert, dass über 60 % der Bewertungen poitiv ist und somit das Vorurteil widerlegt wird, dass die Plattform kununu mehr für die Arbeitgeberhetze verwendet wird. Ausserdem werden wohl unseriöse Bewertungen/Kommentare gelöscht, sobald falsche Tatsachenbehauptungen, Beleidigungen oder einfach Auskotzerei (Verzeihung) darin publiziert wird. Und der Bewerter hat bei einer schlechten Bewertung auch nur noch die Möglichkeit Verbesserungsvorschläge einzubringen. Das finde ich echt sinnvoll! Ich habe in zwei sehr großen und bekannten Konzernen gearbeitet, die einfach keinen Feedback-Kanal für Mitarbeiter geöffnet haben, der genutzt wurde. Allein die Tatsache, dass Verbesserung eingbracht wird auf kununu, macht das Portal meiner Meinung nach wertvoll. Ich bin sicher, wenn das Portal weiter so wächst, wie es das bereits tut, dann werden Unternehmen genug unter Druck stehen, die dort veröffentlichten Kritikpunkte ihrer Mitarbeiter auch ernst zu nehmen.
Super finde ich ausserdem, dass Arbeitgeber auch die Möglichkeit haben, zur Kritik Stellung zu nehmen. Das heißt, kununu entwickelt sich eher zu einem Dialogportal als zu einer einseitigen Beschwerdekiste.
Ich hätte mir für mindestens einen meiner vorherigen Jobs gewünscht, dieses Portal hätte da schon exisitert… da hätte ich mir einige unangenehme Erfahrungen ersparen können.
Sepita Montag, 23. März 2009
Hallo Kathrin L., danke für deinen Kommentar.
Das Problem daran ist leider, dass es auf sehr schlechtes Online Reputation Management hinausgeht. Da deine IP aus dem Netzwerk der Firma Kununu stammt, ist deine Aussage leider ein wenig fragwürdig.
Wir wünschen Euch aber nichtsdestotrotz viel Erfolg für die Zukunft.
Viele Grüße, Sepita
Martin Poreda Freitag, 27. März 2009
Hallo Sepita,
Wir werden prüfen ob Kathrin L. tatsächlich als Pseudonym eines kununu Mitarbeiters verwendet wurde und eine Schulung im Umgang mit der Blogsphäre durchführen. Wenn Sie Blog-Kommentare von kununu auf anderen Blogs lesen, werden Sie erkennen, dass wir immer unter offiziellem Namen schreiben.
Sobald wir ein Ergebnis haben, werden wir uns an dieser Stelle nochmal zu Wort melden.
Freundlich grüßt,
Martin Poreda
Gründer – kununu.com
Martin Poreda Samstag, 28. März 2009
Hallo Sepita,
keiner unserer Praktis möchte eingestehen unter “Kathrin L.” den Blogpost eingestellt zu haben. Nach Durchlesen des Postings, stimme ich aber zu 100% mit Ihnen überein, dass das Posting von einem kununu Mitarbeiter stammen muss, da es Fakten enthält, die wir erst kürzlich ausgewertet haben.
Sämtliche kununu “Neulinge” werden von uns angewiesen werden, sich an die kununu Richtlinie zu halten und auch weiterhin nur unter offiziellem Namen (wie wir es seit 2 Jahren zu tun pflegen) auf Postings zu reagieren!
Ich entschuldige mich im Namen von “Kathrin L.” für diese Respektlosigkeit gegenüber der Blogosphäre und verbleibe
mit besten Grüßen
Martin Poreda
Gründer – kununu.com
Gutschein Mittwoch, 9. Dezember 2009
Hallo zusammen,
das was hier aufgezählt wird ist genau die grosse Frage im Internet. Wie soll man unvoreingenommene Meinungen von den manipulativen trennen.
Ich finde man sollte deswegen nicht zuviel auf eine Meinung aus dem Netz geben weil man eben nie weis wer genau dahinter steckt!
MfG
Martina
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