2011
JobScout24 Lexikon: Cafeteria Modell
Nein, es geht nicht um eine Alternative zur Kantine – auch wenn das im ersten Moment so klingen mag. Das Cafeteria-Modell ist ein „Anreizsystem“ für Arbeitnehmer, bei dem diese wie bei einer Menüsauswahl in einer Cafeteria zwischen verschiedenen Sozialleistungen wählen können. Hierbei erhält der Mitarbeiter je nach Position und Leistung eine gewisse Summe an Punkten, die er für Leistungen innerhalb des Cafeteria-Systems frei ausgeben kann. Das Angebot wird dabei durch das Unternehmen bestimmt. Statt dem Arbeitnehmer „nur“ seinen einzel- oder tarifvertraglich vereinbarten Lohn und bestimmte im Vorhinein festgelegte Sozialleistungen zukommen zu lassen, ermöglicht ein Cafeteria System dem Mitarbeiter, sich aus einem großen Angebot an verschiedenen Leistungen genau diejenigen auszusuchen, die für ihn am interessantesten sind, etwa in Geldform, als Rücklage für die Altersversorgung, in Form von Waren oder Dienstleistungen oder anderen nützlichen Leistungen.
Zur „Menüliste“ können dabei direkte Leistungen gehören wie Versicherungen, Pensionsplan, Arbeitgeberdarlehen, Zusatzgehälter, Sachleistungen wie Kinderbetreuung, geldwerte Leistungen wie Sportprogramme, Firmenwagen, bessere Büroausstattung, Zusatzurlaub, Weiterbildung oder Sonderzeitleistungen wie ein Sabbatical.
Vorteil des Systems ist die individuelle Anpassungsmöglichkeit an persönliche Bedürfnisse des Arbeitnehmers und damit verbunden eine hohe Motivation. Nachteil sind eventuelle Einschränkungen aus der Steuergesetzgebung (geldwerter Vorteil).

