03
Aug
2009

Weiblich, ledig, jung sucht… Job – Folge 13: Die Zeitverschiebung

kurz nach 12

Es ist schon komisch, wie sich die Lage ändern kann, wenn man plötzlich massig Zeit zur Verfügung hat. Bis vor zwei Monaten war es völlig normal, jeden Tag mehrere Meetings zu haben, dazu noch hier und da eine Verabredung oder einen Arzttermin vor oder nach der Arbeit. Natürlich habe ich mich ab und an geärgert, dass ich zu wenig Zeit hatte, aber jetzt ist alles anders:
Nun bin ich seit ein paar Wochen zu Hause und in meinem Terminkalender erstrahlen die meisten Seiten in jungfräulichem Weiß. Was nicht heißt, dass es jetzt viel einfacher ist, Termine auszumachen! Neulich wollte ich mich mit einer Freundin zum Mittagessen verabreden. Sie fragte, wann ich denn Zeit hätte (eine wirklich blöde Frage momentan). „Ich habe immer Zeit, such Dir was aus,“ sagte ich also. Und sie antwortete: „Ok, dann komm doch irgendwann mal Mittags vorbei.“. Ich nahm mir vor, direkt am nächsten Tag nach München zu fahren, aber dann kam da diese spannende Sendung am Fernsehen… Egal, dachte ich, ich kann ja morgen fahren, ich hab ja Zeit. Am nächsten Tag verpasse ich den Bus. Ach, denke ich, ich habe ja auch morgen Zeit, fahre ich halt dann. Und am Tag darauf passiert wieder irgendwas und ich denke, egal, ich kann ja morgen fahren…So kann das durchaus ein paar Tage hintereinander gehen, so dass ich es trotz Unmengen Freizeit nicht schaffe, mich mit einer Freundin zum Mittagessen zu treffen.
Und natürlich taucht zudem das altbekannte Phänomen auf, dass die wenigen Termine, die man hat, alle auf den gleichen Tag fallen. Da hat man einen Termin beim Zahnarzt, sagen wir mittwochs. Dann holt man sich noch einen Friseurtermin und was schlägt der einem als Zeit vor? Richtig, Mittwoch. Ganz zu schweigen davon, dass natürlich auch am Mittwoch der nächste Mädelsabend mit den Freundinnen stattfindet. Puuuhhh, ziemlich anstrengend, wenn man für alles Zeit hat!

Eure Julia



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