27
Aug
2009

Weiblich, ledig, jung sucht… Job – Folge 17: Die Agentur für Arbeit

ordner 2

Nun hatte ich also endlich den Termin bei der Agentur für Arbeit, morgens um 7.45 Uhr. Ich war pünktlich da – wie viele andere Arbeitssuchende auch, die alle draußen vor der Tür standen. Mir schwante etwas und ein Blick auf die Öffnungszeiten bestätigte es: Die Agentur für Arbeit macht erst um acht Uhr auf. Na toll, was tun? Gott sei Dank stand ein Wachmann in der Nähe, der mir den Weg durch den Personaleingang wies. So war ich dann mit nur fünf Minuten Verspätung bei meiner Sachbearbeiterin.

Diese war, wie man es wohl sein muss, distanziert freundlich und stellte erst mal die Standard-Fragen: Wann und wie und warum gekündigt und so weiter. Dann ging es an mein Profil, das vervollständigt werden sollte. Nach zwei Minuten Rumgeklicke drückte mir die nette Dame dann allerdings meine Log-In-Daten in die Hand mit der Bitte, von zu Hause aus alles Weitere auszufüllen.

Als es um meine Wunschberufe ging,  musste ich feststellen, dass das Arbeitsamt anscheinend nichts für Quereinsteiger übrig hat – ich sollte weiterhin in der alten Branche arbeiten, schließlich wäre die Chance, dort einen Job zu bekommen viel höher. Klar, wäre für das Arbeitsamt ja auch besser, nur für mich nicht.

Zum Schluss wurde noch vereinbart was ich nun zu tun habe (Bewerbungen schreiben, Profil aktualisieren, Bewerbungsübersicht regelmäßig einreichen) und was das Arbeitsamt für mich tun wird (eine Stelle suchen). Eine Stelle hat die Sachbearbeiterin sogar direkt für mich gefunden, dort soll ich mich auf jeden Fall bewerben. Was mich etwas wundert ist, dass ich mich nur ca. alle zehn Wochen melden soll um die Auflistung meiner Bewerbungen einzureichen. Das finde ich schon eine recht lange Zeitspanne.

Nach nur etwa 20 Minuten stand ich wieder auf dem Flur, um ein paar Merkblätter reicher. Ich hatte mir den Termin länger und ausführlicher vorgestellt. Aber gut, das Arbeitsamt ist kein Ort, an dem man unbedingt länger bleiben möchte.

Habt Ihr auch Erfahrungen mit der Agentur für Arbeit gemacht? Ich bin gespannt auf Eure Geschichten!

Julia



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Kommentare (4):

Donnerstag, 26. Mai 2011

Man darf aber auch nicht vergessen das die Mitarbeiter der Arbeitsagentur das ausführende Organ sind und damit das letzte Glied in der Kette. Das Problem kommt ja letzten Endes immer von oben, vieles geschieht auf Anweisung und ist so gewollt. Deswegen sollte man nicht allzu sehr auf Ihnen herumhacken. Wir wissen nicht was diese Menschen den ganzen Tag erleben. schön ist es bestimmt nicht Mitarbeiter der Arbeitsagentur zu sein …

chris
Sonntag, 24. Januar 2010

ich glaube mit deinem beitrag sprichst du einigen aus der seele denen es genauso erging…hatte dort auch mal einen termin wo ich um 8 uhr da sein sollte und im endeffekt haben sie noch bis um 8 uhr 45 kaffee getrunken fand ich nicht so prickelnd…wenn ich mal überlege das hier in krefeld die 2 etage nur noch zeitarbeitsfirmen ihre büros haben sagt schon alles…das ist doch nur noch abfertigung nicht mehr nicht weniger…nur um die arbeitslosenzahlen zu drücken…gruß seo troy

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Ich denke dass die Mitarbeiter bei der Agentur für Arbeit nach so vielen Fällen einfach die Einfühlsamkeit fast ganz verloren haben. Ich kann es ihnen nicht übel nehmen, es wäre aber ganz gut wenn die Mitarbeiter vielleicht ein bisschen rotieren würden.

Neximuss