2009
Weiblich, ledig, jung sucht… Job – Folge 9: Schlechtwetterfront
Am Anfang haben mich einige fast ein wenig darum beneidet, dass ich nun Zeit habe, um den Sommer zu genießen. „Dann bist du nachher wenigstens als einzige schön braun.“ sagte eine Freundin. Sommer? Schön wär’s. Warum bitte muss mir auch noch das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen? Als ob es nicht deprimierend genug wäre, den Job zu verlieren. Obendrauf gibt’s als Zugabe noch wochenlang Regen und richtig blödes graues Wetter. Muss das jetzt sein?
Die Pläne, meine Freizeit im Freien zu verbringen, mit viel Sport, kann ich begraben. Ich hatte mir ja vorgenommen, mal wieder joggen zu gehen, mein Mountainbike wieder aus dem Keller zu holen oder auch einfach nur mit einem Buch auf dem Balkon zu liegen. Stattdessen fällt der Blick jeden Morgen sehnsüchtig auf meine Sommerkleider - während ich nach Jeans und Pullover greife.
Wenigstens motiviert das mehr zum Suchen nach Stellenanzeigen. Inzwischen habe ich schon einige Bewerbungen geschrieben, aber noch lange nicht so viele, wie ich mir vorgenommen hatte. Was allerdings auch daran liegt, dass ich gar nicht soooooo viele Stellenanzeigen finde. Inzwischen habe ich es aufgegeben, jeden Tag zu suchen.
Stattdessen schaue ich nun alle zwei oder drei Tage, dann ist die Chance höher, eine passende Anzeige zu entdecken und man kann sich über das Erfolgserlebnis freuen. [Zudem habe ich noch eine Zeitschrift empfohlen bekommen, die mir einmal in der Woche komprimiert alle Stellenanzeigen in dem für mich relevanten Bereich zusammenfasst: die „arbeitsmarkt“ (http://www.wilabonn.de/648_548.htm?h407), die es in zwei Ausgaben gibt. Zum einen für Bildung, Kultur und Sozialwesen oder für Umweltschutz und Naturwissenschaften. Das finde ich wirklich praktisch!]
Alles in allem ist die Lage also weiterhin eher mau. Die große Depression hat sich verzogen, ich kann mich zu einigen Dingen wieder mehr aufraffen, nur leider nervt mich das Wetter wirklich sehr. Dieser Sommer ist für mich ins Wasser gefallen. Aber wirklich!
Eure Julia
